PSAgA - Was du vor der Verwendung wissen musst

PSAgA - Was du vor der Verwendung auf dem Gerüst wissen musst

PSAgA, kurz für persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, ist immer dann ein Muss, wenn technische und organisatorische Maßnahmen nicht ausreichend umgesetzt werden können. Die PSAgA, zum Beispiel in Form eines Auffanggurtes, sorgt bei richtiger Anwendung dafür, dass ein Sturz vom Gerüst abgebremst oder aufgefangen wird.

Damit die Verwendung der PSAgA für dich und dein Team stehts sicher ist, solltest du einige Dinge wissen und beachten. Diese haben wir haben wir hier für dich zusammengestellt.

 

Wann muss eine PSAgA auf dem Gerüst verwendet werden?

Generell sollte eine PSAgA immer dann verwendet werden, wenn bei einer Absturzhöhe von 2 Metern oder mehr kein vorlaufender Seitenschutz besteht. Bei TRBS 2121 konformen Gerüstsystemen wie unserem SUPER-RS, bei dem der vorlaufende Seitenschutz bereits integriert ist, kannst du dich im Normalfall auch ohne PSAgA auf dem Gerüst bewegen. Eine Ausnahme besteht aber z.B., wenn beispielsweise Auskragungen des Gerüstes durch Erker die Montage eines durchgehenden Schutzgeländers verhindern. Auch wenn oberhalb von Wasser oder Materialien gearbeitet wird, in denen man bei einem Sturz versinken könnte, muss die PSAgA unabhängig von der Absturzhöhe verwendet werden.

 

Auswahl einer geeigneten PSAgA

Die Entscheidung, welche PSAgA für dich die richtige ist, sollte immer gut überlegt sein und den betrieblichen Anforderungen entsprechen. Grundsätzlich gilt, dass die verwendete PSAgA immer auf die individuelle Arbeitssituation und den jeweiligen Benutzer abgestimmt sein muss. Bei der Auswahl geeigneter PSAgA gibt die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung Aufschluss über die Anforderungen, die sie im täglichen Einsatz erfüllen muss. Weitere Informationen zur Gefährdungsbeurteilung findest du hier. Bei deiner Entscheidung solltest du zum Beispiel auf folgende Punkte achten:

  • Die PSAgA sollte speziell für den Gerüstbau zugelassen sein.
  • Achte darauf, dass die PSAgA eine CE-Kennzeichnung
  • Die PSA sollte individuell an den Körper des Anwenders anpassbar sein.
  • Berücksichtige den notwendigen Aktionsradius und die Fallhöhe.
  • Ein Auffanggurt, Falldämpfer und Verbindungselemente, die für Querbelastungen geeignet sind, sollten genauso zur PSAgA gehören wie ein Schutzhelm mit Kinnriemen.

Auf dieser Grundlage kannst du bei den Herstellern oder Lieferanten Angebote für die jeweilige PSAgA einholen. Auch die Beratung bei der Entscheidung für eine geeignete PSAgA durch eine geschulte Fachkraft kann dir bei der Entscheidungsfindung helfen und dir Zeit und bares Geld sparen. Unser Scafom-rux-Team hilft dir gerne weiter.

 

Schulung ist ein Muss vor dem Einsatz einer PSAgA

Jeder, der bei der Arbeit auf dem Gerüst eine PSAgA verwendet, muss zuvor eine entsprechende Schulung absolviert haben. Mindestens einmal im Jahr muss dein Team daher eine Unterweisung in der Verwendung der PSAgA erhalten. Diese beinhaltet unter anderem,

  • wie man die PSAgA richtig anlegt
  • wie geeignete Verankerungspunkte für die PSAgA ausgewählt werden
  • wie die PSA zu lagern, zu pflegen und jedem Einsatz zu überprüfen ist
  • wie man sich in bestimmten Situationen verhalten sollte, wenn man eine PSAgA benutzt

Um für Notfälle gut gewappnet zu sein, ist es ratsam, regelmäßig an speziellen Höhenrettungstrainings teilzunehmen. Bei den Scafom-rux Höhenrettungs- und Fallschutztrainings lernt dein Team von unseren qualifizierten Schulungsleitenden nicht nur den richtigen Umgang mit der PSA, sondern auch das notwendige Verhalten im Notfall und zur Unfallprävention.

Damit die PSAgA in jeder Situation sicher ist, muss sie regelmäßig überprüft und gewartet werden. Wenn du mehr erfahren möchten, dann bleib dran für unseren Beitrag zur fachgerechten Überprüfung der PSAgA.

 

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